Die ethnografische Sammlung Lič
Als 1994, anlässlich der Feier des 150. Jahrestags des Schulwesens in Lič, die Brüder Nenad und Dražen Starčević den Anstoß zur Gründung einer ethnografischen Sammlung gaben, erwarteten nur wenige, dass sich die Sammlung aus der anfänglichen Zusammenstellung der ersten Ausstellungsgegenstände zu einem einzigartigen, ethnografischen Museum der Gemeinde Fužine und zu einem der seltenen Museen in der Bergregion Gorski Kotar entwickeln würde.
Die ethnografische Sammlung wurde nämlich bereits 1995 zu einem eingetragenen Kulturdenkmal, als 63 verschiedene Ausstellungsstücke ins Exponatenverzeichnis aufgenommen wurden. Über die Jahre hinweg sammelte man immer mehr neue und interessante Gegenstände aus der Vergangenheit, und viele Bürger aus dem gesamten Raum der Gemeinde, wie auch Personen, die ab von Zeit zu Zeit hier vorbeikamen, begannen von sich aus alte, wertvolle Gegenstände zu spenden.
Haus Rački
In der Supilova Straße 94 in Delnice finden Sie unser ältestes Haus. Das Haus Rački ist ein geschütztes Denkmal, es gehört zu dem ethnologischen und architektonischen Erbe von Gorski Kotar und ist für Besucher und Touristen geöffnet. Nach ihr heutiges Aussehen sagt uns das Haus viel über die Organisation von Häuser und der alten architektonischen Erbe von Delnice.
Das Alter dieses und ähnlicher Häuser wird auf 200-300 Jahre geschätzt. Durch Wiederaufbau und Schutz versuchte man, die Authentizität des Hauses so weit wie möglich zu bewahren. Die Anordnung und die Größe dieser Häuser waren sehr an die natürlichen Gegebenheiten dieses Bereichs angepasst - die gesamte Wirtschaft befand sich beisammen unter einem Dach, was insbesondere das Leben während der langen verschneiten Winter erleichterte.
Die Stellmacherei (Kolarnica), eine Sammlung des traditionellen Handwerks
Die Stellmacherei befindet sich auf der linken Seite unmittelbar vor der Stadtmitte von Brod Moravice. In der renovierten Werkstatt, wo der Stellmacher Jure und sein Sohn Franjo einst Wagen herstellten, ist eine Sammlung des traditionellen Handwerks aus dem Raum von Brod Moravice untergebracht. Lernen Sie den Herrenfriseur, Tischler, Schneider und Schuster kennen. Schauen Sie sich ihre Arbeit, ihre Werkzeuge und ihr Leben an.
Das Haus Delač
Der Überlieferung nach geht das Haus Delač auf das Jahr 1644 zurück und stellt somit das älteste erhaltene Haus in der Bergregion Gorski Kotar dar. Es steht in der Ortschaft Delači unweit von Brod Moravice und ist in diesem Rahmen als individuelles unbewegliches Kulturgut im Kulturgutverzeichnis der Republik Kroatien eingetragen.
In das Innere des Hauses Delač gelangt man auf zweierlei Art und Weise – durch den Haupteingang an der Westfront mit einer einbruchsicheren Holztür und einem schweren Riegel, und durch den Nebeneingang an der Nordseite des Hauses, wo man durch den Gang ebenfalls in den zentralen Raum des Hauses gelangt.
Im Haus sind ethnografische und ethnologische Wertgegenstände untergebracht.
Das Gedenkschulzimmer „Vilko Golubić“
Das Schulzimmer befindet sich im Gebäude der einstigen Grundschule im Zentrum von Brod Moravice.
Anlässlich des 200. Jahrestags des Schulwesens in Brod Moravice haben wir ein Schulzimmer eröffnet, zum Gedenken an den langjährigen angesehenen Lehrer der Schule von Brod Moravice, Vilko Golubić (11.04.1861 - 16.02.1935).
Das Schulzimmer birgt wertvolle Exponate aus verschiedenen Zeiten des Schulwesens, von Büchern, Schreibheften mit Schönschrift, Schulzeitungen, Tafeln, Füllfederhaltern, Schulränzen bis zu Ausstattungsgegenständen der Schule wie Lineale, Landkarten und einen Globus.
Kehren Sie zurück in die schönste Zeit des Lebens.
Ethnosammlung Gasthof „Blauer Keller“
Die Sammlung befindet sich im Erdgeschoss des Kulturhauses in der Stadtmitte.
Die Sammlung versetzt jeden in die Tage der Jugend und der Freude zurück. Die Sammlung lässt niemanden kalt. Ein Schanktisch, ein Kellner und Getränke aus den fünfziger und sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Tische, Tischtücher, Gläser, Zigaretten, Zeitungen aber auch Single-Schallplatten aus jenen Zeiten.
Eine Kneipe mit Seele. Lassen Sie Erinnerungen an die Geschmäcke, Lieder und Lieben wach werden.
Turanj, der Zrinski-Turm
Der Vormarsch der Osmanen im 16. Jahrhundert zwang die damaligen Feudalherren, also den Fürsten Juraj IV. Zrinski, in Moravice, dem heutigen Brod Moravice, einen Wehr- und Wartturm zu errichten - den Turanj.
In seiner ursprünglichen Form hatte der Turm vier Etagen mit Schießscharten und beweglichen Holztreppen, Logen (Öffnungen) zu Beobachtungszwecken auf der obersten Etage und ein niedriges Zeltdach. Außer der persönlichen Bewaffnung des Wächters war im Turm auch eine Kanone vorhanden.
Die Wächter gaben den umliegenden Festungen und der örtlichen Bevölkerung mit Ton- und Rauchsignalen zu verstehen, dass die Osmanen angreifen.
Bei der Renovierung der St. Nikolauskirche im 16. Jahrhundert wurde der Wachtturm in einen Glockenturm umgewandelt.
Im Turm sind Nachbauten damaliger Waffen, Landkartenkopien und Schriftstücke zu sehen. Man kann auch etwas über die Geschichte des Turms und von Brod Moravice lesen.
Die historische und ethnografische Sammlung von Mrkopalj
Die historische und ethnografische Sammlung Mrkopalj wurde im Jahr 2017 eröffnet; sie befindet sich genau in der Stadtmitte von Mrkopalj, im Kulturhaus, auf dem ersten Stock. Zu bestaunen gibt es mehr als 550 Fotografien aus der Geschichte des Raums um Mrkopalj sowie etwa 200 alte Gegenstände – Arbeitsgeräte, Werkzeuge, Bücher, Küchen- und sonstige Utensilien, Möbelstücke usw. Die Sammlung enthält auch Kopien der Urkunde, mittels derer Joseph II. Mrkopalj zur privilegierten königlichen Handelsstadt erklärte, das Gründungsdokument der Pfarre aus dem Jahr 1771, den Bauplan der ersten Skischanze „Pod Vrhin“ aus dem Jahr 1933 sowie andere historische Schriftstücke und mehrere wertvolle Bücher. Zu sehen sind auch handgefertigte Skier, Skistöcke, Schneeschuhe, ein Akia und verschiedene Handsägen. Ausgestellt wird auch eine alte Tracht. Eine fachkundige Führung vermittelt den Besuchern Interessantes über das Kirchweihfest (Prošćenje), die Karolinenstraße, das Friedensmemorial und interessante Geschichten, die man in der Literatur selten findet. Eine Sonderabteilung präsentiert eine Sammlung alter Krawatten, und die Überraschung der Sammlung ist sicherlich das historische und seltene Exemplar eines Kinoprojektors aus dem Jahr 1964.
Die Sammlung „Der Obstbau von Moravice“
Die Sammlung befindet sich im Erdgeschoss des Kulturhauses in der Stadtmitte.
Die Ortschaft Brod Moravice hat sich mit viel Obst und hausgemachtem Schnaps, in erster Linie Birnenschnaps, aber auch Wacholderschnaps, einen Namen gemacht.
Jedes Haus hatte einen Raum, meistens war dies neben anderen Räumen auch der Keller (Kevdr), wo Schnaps gebrannt wurde. In diesem Teil sind alte Fässer, Körbe, Obstpressen und der Schnapskessel selbst zu sehen.
Dem Schnapsaroma können Sie nicht entkommen.
Die Sammlung „Unsere Eisenbahn“
Die Ausstellung befindet sich im Gebäude der einstigen Grundschule in der Stadtmitte von Brod Moravice.
Am 23.10.1873 wurde die Bahnlinie Karlovac – Rijeka in Betrieb genommen. Der Bau der Bahnstrecke begann im Jahr 1869 und endete 1873. Damals gehörte sie der Ungarischen Staatlichen Bahngesellschaft an. Die Strecke ist 176.2 km lang und liegt am höchsten Punkt 837 Meter über dem Meeresspiegel.
Die Bahnlinie hatte einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Bergregion Gorski Kotar und so auch auf die Ortschaft Brod Moravice.
Die erste Bahnstation im Schienenpersonenverkehr befand sich am Bahnübergang – an der Haltestelle Brod Moravice in Donja Dobra. Im Jahr 1890 wurde die Bahnstation Brod Moravice gebaut. Die gesamte Bahnstrecke wurde 1966 elektrifiziert.
Zum 140. Jahrestag des Bestehens der Bahnlinie Karlovac – Rijeka eröffneten wir 2013 die Sammlung „Unsere Eisenbahn“ und enthüllten eine Gedenktafel am Šneler-Haus in Donja Dobra.
Die Ausstellung „Unsere Eisenbahn“ zeigt einstige Uniformen, Signale, Signalleuchten, verschiedene Werkzeuge, Telefone, Uhren, Bücher, Signalhandbücher, Signalordnungen, Ausweise und Dokumente, Fahrkarten und viele Fotografien durch die Geschichte der Eisenbahn unseres Raums hindurch.